Alarmstufe Rot beim Einkaufszentrum Gerasdorf

Laura-Anna Dulmovits, LAbg. Mag. Lukas Mandl und StR Helga Seidl fordern Transparenz ein.

Die Eröffnung des geplanten Einkaufszentrums Gerasdorf wurde um mehr als ein Jahr verschoben.

Es gab Probleme mit der Vermietung der Flächen - und damit zu wenig Geld für den Baustart. SPÖ-Bürgermeister Vojta ignoriert die Probleme.

„Vor dem Sommer haben wir uns im Stadt/Umland-Management das Projekt genau angeschaut. Der Vertreter der Betreiberfirma hat gesagt, dass es wegen zu geringer Vorvermietung Finanzierungsprobleme gebe", so LAbg. Mag. Lukas Mandl.

„Nun ist der Herbst da. Der Bau für das Fachmarktzentrum ist fertig und steht leer - mit Ausnahme eines einzigen Geschäfts. Von einer Bautätigkeit für das EKZ ist noch immer keine Spur", kritisiert Gerasdorfs ÖVP-Chefin Stadträtin Helga Seidl.

Forderung nach ehrlichen Informationen

„Die Gerasdorferinnen und Gerasdorfer haben ein Recht auf ehrliche Informationen darüber, ob und was wirklich kommen wird. Deshalb haben wir an die Betreiberfirma und an Bürgermeister Vojta die entscheidenden Fragen gestellt", erklärt Mandl.

Die Betreiberfirma wollte die Probleme nicht öffentlich bestätigen. „Aber die riesen Enttäuschung war, dass auch Bürgermeister Vojta so getan hat, als wäre alles paletti. So vergeht wertvolle Zeit. Wir verlangen Klarheit", ärgert sich Seidl.

„Als Bürgermeister hätte er die Aufgabe, zusammen mit unserem Gerasdorfer Landtagsabgeordneten und mit der ÖVP einzufordern, dass die Zahlen auf den Tisch kommen und die Bürgerinnen und Bürger erfahren, woran sie sind", so Seidl.

Mandl betont: „Wir waren und sind Befürworter des EKZ Gerasdorf. Die Belebung und die Kommunalsteuer-Einnahmen wären wichtig für unsere Stadt. Vojta hat ja auch seine gesamte Budgetpolitik auf das geplante Einkaufszentrum ausgerichtet."

„Viele freuen sich auf das Einkaufszentrum Gerasdorf. Viele verbinden Hoffnungen mit den 1600 Arbeitsplätzen, die angekündigt wurden. Aber wenn wir nicht Klarheit bekommen, wird es am Schluss viele enttäuschte Hoffnungen geben", so Mandl.

Belebung für Föhrenhain

„Föhrenhain sollte belebt werden, hat es immer geheißen", erklärt Laura Dulmovits aus Gerasdorf-Föhrenhain. Wie viele andere Mitbürgerinnen und Mitbürger würde auch sie sich über die Einkaufs- und Freizeitangebote freuen. Aber jetzt ist alles in Schwebe.

Das geplante Einkaufszentrum sollte eines Tages auf Seyringer Boden stehen, liegt aber wie Föhrenhain an der Brünnerstraße und am neuen Autobahnknoten. „Deshalb würde Föhrenhain besonders vom Einkaufszentrum profitieren", so Dulmovits.

Raststation wird gebaut, Einkaufszentrum nicht

SPÖ-Bürgermeister Vojta hat angekündigt, die Raststation bei Kapellerfeld zu verhindern. Er hat sogar behauptet, er würde sich an Baumaschinen anketten, wenn die Raststation gebaut werden sollte. - Und nun? Nun wird die Raststation gebaut.

„Vojtas Fehler war, auf Demos und Aktionismus zu setzen, statt auf vernünftige Verhandlungen. So ist Vojta gescheitert. Das alles führt zur absurden Situation, dass die Raststation gebaut wird, das Einkaufszentrum aber noch immer nicht", so Mandl.