Betreuungsangebot für Kleinstkinder

sitzend v.l.n.r.: Monika Hafergut mit ihrem Sohn Clemens, GR Mag. Katharina Koll (FPÖ), StR Helga Pezzei (SPÖ). Stehend v.l.n.r.: GR Dr. Christian Koza (Grüfo), Pädagogin Brigitte Froschauer (Leiterin Kleinstkindergruppe für Wolkersdorf), StR Helga Seidl (ÖVP), LAbg. Mag. Lukas Mandl, Bgm. Mag. Alexander Vojta, Bgm. DI Anni Steindl (Bürgermeisterin für Wolkersdorf)

"Kinderbetreuung muss zwei Voraussetzungen erfüllen: Sie muss den Bedürfnissen der Kinder entsprechen. Und sie muss dem Bedarf der Eltern entsprechen. Wenn Eltern den Bedarf nach Kinderbetreuung für ein eineinhalbjähriges Kind haben, dann muss die Politik das ernst nehmen. Wichtig ist eine Pädagogik, durch die Bedürfnisse auch so kleiner Kinder wirklich berücksichtigt werden können. Auf dieser Basis müssen wir in Gerasdorf den Bedarf erheben und parteienübergreifend seriös diskutieren, ob und was wir brauchen, wie wir uns das leisten können", erklärt der Gerasdorfer Landtagsabgeordnete Mag. Lukas Mandl nach dem Besuch einer Gerasdorfer Delegation in der Wolkersdorfer Kleinstkindergruppe.

Das Bundesland Niederösterreich war schon vor vielen Jahren bundesweit Vorreiter bei der Schaffung von am Vormittag kostenlosen Kindergartenplätzen. Andere Bundesländer haben es Niederösterreich später nachgemacht, andere noch immer nicht. Und in der Steiermark wurde diese Reform sogar rückgängig gemacht. Vor einigen Jahren wurde das Eintrittsalter in den Niederösterreichischen Gratiskindergarten auf zweieinhalb Jahre gesenkt. Kinder dürfen also schon ab einem Alter von zweieinhalb Jahren in den Kindergarten gehen.

 

"Kinderbetreuung muss zwei Voraussetzungen erfüllen: Sie muss den Bedürfnissen der Kinder entsprechen. Und sie muss dem Bedarf der Eltern entsprechen. Das ist mein Grundsatz in allen Fragen, die Kinderbetreuung betreffen. Auf dieser Basis habe ich gerne die Idee von Monika Hafergut, die Pädagogin und selbst auch Mutter ist, aufgegriffen. Es geht darum, für Gerasdorf zu überlegen, welche Möglichkeiten es für die Betreuung von Kindern gibt, die jünger sind als zweieinhalb", erklärt der Gerasdorfer Landtagsabgeordnete Mag. Lukas Mandl.

 

Monika Hafergut hatte darauf hingewiesen, dass es in anderen Gemeinden Gruppen für Kleinstkinder gibt. Mandl hat daraufhin Bürgermeister Mag. Alexander Vojta, die Stadträtinnen Helga Pezzei (SPÖ) und Helga Seidl (ÖVP) sowie GR Mag. Katharina Koll (FPÖ), GR Christian Koza (Grüfo) und Monika Hafergut dazu eingeladen, sich in Wolkersdorf ein Bild zu machen. "Mir war es wichtig, dass von Anfang an alle Parteien eingebunden wird, damit nicht später parteipolitische Konflikte aufkommen, wenn dieses Projekt für Gerasdorf relevant werden sollte", so Mandl.

 

Die Wolkersdorfer Bürgermeisterin DI Anni Steindl präsentierte der Gerasdorfer Delegation die Kleinstkindergruppe und erläuterte die organisatorischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen. Gruppenleiterin Brigitte Froschauer präsentierte das pädagogische Konzept und berichtete aus dem Alltag für die Kinder in der Gruppe. Die sieben Gerasdorferinnen und Gerasdorfer stellten viele Fragen, um alle Kosten- und Nutzenfaktoren genau kennenzulernen. "Wir haben umfassende Informationen bekommen und danken für den genauen Einblick", so Mandl.

 

Zur weiteren Vorgangsweise für Gerasdorf erklärt der Landtagsabgeordnete: "Wenn Eltern den Bedarf nach Kinderbetreuung für ein eineinhalbjähriges Kind haben, dann muss die Politik das ernst nehmen. Nach dem Besuch in Wolkersdorf bin ich sicher, dass dort durch tolle Pädagoginnen die Bedürfnisse auch so kleiner Kinder wirklich berücksichtigt werden. Aber die Kosten für die Allgemeinheit sind trotz Selbstbehalten für die Eltern nicht zu unterschätzen. Wir werden daher für Gerasdorf den Bedarf erheben und parteienübergreifend seriös diskutieren müssen, ob und was wir brauchen, wie wir uns das leisten können."

 

Unabhängig von einem möglichen Projekt für Kleinstkinder hält Mandl an seiner Arbeit für Tagesmütter fest: "Tatsache ist, dass das Modell der Tagesmütter oder Tageseltern für diejenigen, die diesen Beruf ausüben, sehr interessant sein kann. Und für die Eltern kann es den Bedarf erfüllen, für die Kinder die Bedürfnisse. Gerasdorf hat aber bezogen auf die Einwohnerzahl viel weniger Tageseltern als es dem Durchschnitt entsprechen würde. Die meisten Tageseltern sind über das Hilfswerk tätig. Wir werden weiterhin, ebenfalls parteienübergreifend, um qualifizierte Menschen für diesen Beruf werben."