Gerasdorf: Arbeit für die Senkung der Müllgebühren

v.l.n.r.: Christian Nowak (Gemeinderat Gerasdorf), Manfred Fitzthum (Baudirektor Klosterneuburg), Herbert Klenk (Stadtamtsdirektor Gerasdorf), Hannes Gelbenegger (Leiter Rechtsabteilung Klosterneuburg), Lukas Mandl (Gerasdorfs Abgeordneter), Stefan Schmuckenschlager (Bürgermeister Klosterneuburg), Thomas Pöll (Wirtschaftshof Klosterneuburg), Horst Raub (Bürgermeister-Stellvertreter Gerasdorf)

Zur Senkung der Müllgebühren für Gerasdorfs Haushalte haben Vertreter der Stadtregierung und der Stadtamtsdirektor mit Klosterneuburgs Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager und dessen Team gesprochen, um die Klosterneuburger Erfahrungen kennenzulernen und die Gerasdorfer Möglichkeiten auszuloten.

Ein zentrales Vorhaben im Arbeitsprogramm der Gerasdorfer Stadtregierung ist die Senkung der Müllgebühren. „Das kann möglich werden, weil erstens der Abfallwirtschaftsverband Schwechat, dem Gerasdorf angehört, viel mehr einnimmt als er für die Gemeinden ausgibt. Für Gerasdorf ist das schwarz auf weiß nachvollziehbar. Das heißt, wir zahlen mehr an Müllgebühren als die Abfallwirtschaft kostet. Und zweitens gibt es seit vier Jahren die europarechtliche Möglichkeit der interkommunalen Zusammenarbeit. Das heißt, eine Gemeinde darf eine Aufgabe für eine andere Gemeinde zu Selbstkosten erfüllen. Die erste Gemeinde, die das in unserem Bezirk im Bereich der Abfallwirtschaft tut, ist Klosterneuburg mit Wien“, erklärt Abgeordneter Lukas Mandl, Vizebürgermeister für Gerasdorf.

Bürgermeister Alexander Vojta betont: „Uns geht es darum, das Klosterneuburger Beispiel kennenzulernen und auszurechnen, welche Entlastungen möglich sind. Es freut mich daher, dass Stadtamtsdirektor Herbert Klenk, mein Stellvertreter Horst Raub und Gemeinderat Christian Nowak Lukas Mandl nach Klosterneuburg begleitet haben, um die Erfahrungen kennenzulernen und die Möglichkeiten auszuloten.“

Mandl erklärt: „Wir haben erfahren, dass Klosterneuburg für die Realisierung der interkommunalen Zusammenarbeit mit Wien viele rechtlcihe Schritte gehen musste, weil es natürlich in der Abfallwirtschaft-Szene Gegnerschaft zu dieser Reduktion der Ausgaben von Klosterneuburg in die Abfallwirtschaft gab. Nun ist die Sache aber rechtlich eindeutig geklärt und alles ist dokumentiert. In der Stadtregierung haben wir vereinbart, dass der nächste Schritt ein Gespräch mit den Verantwortlichen der Stadt Wien ist, um die Möglichkeiten weiter auszuloten. Ob wir letztlich weniger an den Abfallwirtschaftsverband Schwechat zahlen werden oder tatsächlich den Weg der interkommunalen Zusammenarbeit wählen, ist freilich noch offen. Jedenfalls werden wir alles tun, um die Kosten für die Abfallwirtschaft zu reduzieren und die Müllgebühren für die Gerasdorfer Haushalte zu senken.“