Gerasdorf: Lukas Mandl ärgert sich über "kontraproduktive FPÖ-Aktion"

"Ausnahmslos alle anderen Parteien haben seriös gehandelt und den FPÖ-Antrag abgelehnt. Aber die Milch ist schon verschüttet. Die Chancen Gerasdorfs auf Berücksichtigung im Pflegeheim-Ausbauprogramm des Landes sind gesunken. Die FPÖ trägt dafür die alleinige Verantwortung", so der Gerasdorfer Landtagsabgeordnete Mag. Lukas Mandl.

"Wenn Gerasdorf kein Pflegeheim bekommt, dann sollen die Gerasdorferinnen und Gerasdorfer wissen, wer dafür die Verantwortung trägt: die FPÖ", kritisiert der Gerasdorfer Landtagsabgeordnete Mag. Lukas Mandl eine "kontrproduktive FPÖ-Aktion" in der Vorwoche im NÖ Landtag. Er selbst arbeite seit zwei Jahren professionell und diskret dafür, dass die Stadtgemeinde Gerasdorf im Pflegeheim-Ausbauprogramm des Landes berücksichtigt werde. Durch die FPÖ-Aktion seien die Chancen Gerasdorfs geringer geworden. Die FPÖ habe schlafende Hunde geweckt. Nun seien in dieser Frage aller Augen auf Gerasdorf gerichtet. Zwar hätten ausnahmslos alle anderen Parteien im Landtag seriös gehandelt und den FPÖ-Antrag abgelehnt. "Aber die Milch ist schon verschüttet", ärgert sich der Gerasdorfer Landtagsabgeordnete.

Vergangene Woche in der Sitzung des NÖ Landtages hatte die FPÖ einen Antrag auf Errichtung eines Pflegeheimes in Gerasdorf eingebracht. Der Gerasdorfer Landtagsabgeordnete Mag. Lukas Mandl findet harte Worte für diese FPÖ-Aktion: "Mit diesem Antrag hat die FPÖ unserer Heimatstadt Gerasdorf einen üblen Bärendienst erwiesen. Die ÖVP Gerasdorf arbeitet seit zwei Jahren daran, dass Gerasdorf Einrichtungen für ältere Menschen bekommt – etwa für betreubares beziehungsweise betreutes Wohnen, eine Tagesheimstätte oder ein Pflegeheim. Diese Arbeit für die älteren Menschen muss professionell gemacht werden, in Kenntnis des Pflegeheim-Ausbauprogrammes des Landes. Denn wie in Gerasdorf wollen auch in vielen anderen Gemeinden viele Menschen derartige Einrichtungen. Die FPÖ hat durch ihre Aktion sprichwörtlich schlafende Hunde geweckt!"

 

"Die Erarbeitung eines Pflegeheim-Ausbauprogrammes läuft. Dieses Programm macht es möglich, das überall dort, wo Bedarf besteht, auch ausreichend Plätze für ältere Menschen in den verschiedenen Lebensphasen vorhanden sind. Selbstverständlich steht Gerasdorf als mögliche Standortgemeinde in Konkurrenz mit anderen möglichen Standortgemeinden. Durch diskrete Gespräche konnte ich bisher die Chancen Gerasdorfs wahren. Durch die populistische und kontraproduktive FPÖ-Aktion sind die Chancen Gerasdorfs aber geringer geworden. Da niemand weiß, für welche Standorte die sachlich begründeten Entscheidungen schlussendlich fallen müssen, wurde der FPÖ-Antrag von ausnahmslos allen anderen Parteien abgelehnt. Alles andere wäre unseriös gewesen. Aber ab jetzt sind in dieser Frage aller Augen auf Gerasdorf gerichtet. Das ist schädlich", so Mandl.

 

"Ich war mit dem bisher zuständigen Regierungsmitglied, der ehemaligen Soziallandesrätin Johanna Mikl-Leitner, in guten Gesprächen. Und ich habe auch eine gute Gesprächsbasis mit ihrer Nachfolgerin Barbara Schwarz. Ich habe auch schon mit möglichen Pflegeheim-Betreibern gesprochen. Und am Schluss wäre es auch notwendig, dass die Stadtgemeinde mitmacht. Aber jetzt ist alles offen. Ich frage mich, ob die FPÖ Gerasdorf nicht weiß, was die FPÖ Niederösterreich tut. Das wäre äußerst unprofessionell. Oder ist es so, dass die FPÖ Gerasdorf gewusst hat, dass die FPÖ Niederösterreich diesen Antrag stellt, aber nichts dagegen unternommen hat? Das wäre dann äußerst inkompetent. Wenn Gerasdorf kein Pflegeheim bekommt, sollen die Gerasdorferinnen und Gerasdorfer wissen, wer dafür die Verantwortung trägt: die FPÖ", erklärt der Gerasdorfer Landtagsabgeordnete.