Gerasdorf: Lukas Mandl und sein Team wollen die Müllgebühr senken

Gerasdorf hat ein super Abfallsammelzentrum, zahlt aber zu viel Müllgebühren nach Schwechat, Mandl und sein Team wollen die Müllgebühr senken, im Bild: Abgeordneter Lukas Mandl (3.v.l.), Gemeinderätin Hermine Czaak (5.v.r.), Gemeinderat Markus Gold (2.v.r.) sowie die Gemeinderats-Kandidatinnen und –Kandidaten Thomas Puchter (li., mit seiner Tochter Jara), Helene Ferschner-Hallwirth (4.v.l.), Regina Gilg (4.v.r.), Roman Scheider (3.v.r.), Markus Gold (2.v.r.) und Jürgen Trimmel (re.)

Müllentsorgung: Gerasdorf könnte jährlich 30–50 Euro pro Haushalt einsparen. Die neue EU-Regelung zur „Interkommunalen Zusammenarbeit“ macht das möglich. Klosterneuburg nützt diese Möglichkeit und spart jährlich 300.000 Euro. Mandl und sein Team wollen das „in einer guten Partnerschaft“ auch für Gerasdorf erreichen.

Die Abfallwirtschaft ist eine wichtige Gemeinde-Aufgabe. „Und sie funktioniert in Gerasdorf im Großen und Ganzen reibungslos. Besonders die engagierte Arbeit des Teams des Abfallsammelzentrums ist hervorzuheben. Das Service für die Bürgerinnen und Bürger dort ist einfach spitze“, so der Gerasdorfer Abgeordnete Lukas Mandl.

Aber, so Mandl: „Dieses Service und eine reibungslose Abfallentsorgung könnten wir auch billiger haben. Diese Qualität gibt es auch zu einem besseren Preis! Die Gebühren für die Müllentsorgung, die jeder Gerasdorfer Haushalt zahlt, könnte sinken. Dafür setzen wir uns ein“, sagt Mandl im Namen des Teams der ÖVP Gerasdorf.

Gerasdorf gehört derzeit zum Abfallwirtschaftsverband Schwechat. „Es ist zu hinterfragen, warum Gerasdorf als einzige Gemeinde nördlich der Donau in ziemlich großer Entfernung ausgerechnet beim Schwechater Abfallwirtschaftsverband sein muss. Der gemeinsame Verwaltungsbezirk hat damit jedenfalls nichts zu tun“, erklärt Mandl.

Pro Jahr 200.000 Euro Entlastung
Alternativen gebe es im näher gelegenen Weinviertel. „Oder wir machen es wie die Stadt Klosterneuburg. Diese wickelt die Abfallwirtschaft seit 1. Jänner dieses Jahres mit der MA48 der Stadt Wien ab. Den Klosterneuburger Bürgerinnen und Bürger ersparen sich so jährlich gut 300.000 Euro, also eineinhalb Millionen in einer Gemeinderats-Periode“, so Mandl, der erläutert: „Für Gerasdorf beträgt das Einsparungspotential vorsichtig gerechnet rund 200.000 Euro jährlich; also eine ganze Million Euro in einer Gemeinderats-Periode.“

Kosten/Nutzen-Verhältnis stimmt nicht
„Wir aus Gerasdorf haben laut den jüngsten vorliegenden Jahresabschlüssen des Abfallwirtschaftsverbandes Schwechat aus dem Jahr 2012 und 2013 mehr als eine Million Euro an den Abfallwirtschaftsverband gezahlt, während die Leistungen für Gerasdorf nur knapp 750.000 Euro ausgemacht haben. Auch wenn man die Verwaltungskosten großzügig ansetzt, ergibt sich ein jährliches Einsparungspotential von 200.000 Euro“, so Mandl, der ergänzt: „Auch dass der Abfallwirtschaftsverband Schwechat Überschüsse verzeichnet und über große Vermögenswerte verfügt, zeigt, dass es hier Einsparungspotential gibt.“

Entsorgung über Wien möglich und billiger
„Würden wir dann noch mit einem Verband in unserer Region oder mit der Stadt Wien zusammenarbeiten, wäre noch mehr Einsparung möglich. Denn die Stadt Wien darf mit uns keinen Gewinn machen, sie darf nur ihre Infrastruktur für die Entsorgung unseres Mülls auslasten und uns die Selbstkosten verrechnen. Und auch das ist aufgrund einer neuen Rechtslage in der Europäischen Union erst jetzt möglich. Die rechtliche Basis dafür nennt sich ‚interkommunale Zusammenarbeit’. Auf dieser rechtlichen Basis konnte auch die Stadt Klosterneuburg die Vereinbarung mit der Stadt Wien schließen“, berichtet Mandl.

Pro Haushalt jährlich 30 – 50 Euro Entlastung möglich
„Das wollen wir auch für Gerasdorf machen. Wenn es in der nächsten Gemeinderats-Periode eine gute Partnerschaft gibt, bin ich zuversichtlich, dass der Herr Bürgermeister und ich mit meinem Team gemeinsam das Einsparungspotential heben, die Bürgerinnen und Bürger entlasten und vielleicht auch Spielraum für das Gemeindebudget schaffen können. Schließlich würde die Einsparung seriös gerechnet immerhin jährlich 30 bis 50 Euro pro Haushalt ausmachen. Das befürwortet sicher auch der Herr Bürgermeister. Deshalb sollten wir uns gemeinsam dahinter klemmen, diese Einsparung zu schaffen“, so Mandl.