Gerasdorf: Stadtregierung freut sich über „Glücksgriff“ IST-Mobil

Bürgermeister Alexander Vojta (re.) und Vizebürgermeister Abg. Lukas Mandl (li.) präsentieren das geplante Projekt „IST-Mobil“ für Gerasdorf.

„Das ist wirklich ein Glücksgriff für Gerasdorf“, so Bürgermeister Vojta. „Ich freu mich wie ein Nackerpatzl“, unterstreicht Vizebürgermeister Abg. Mandl die bevorstehende Einführung des „IST-Mobil“ in Gerasdorf. Diese Bereicherung des Öffi-Netzes werde die Mobilität zwischen den Gerasdorfer Stadtteilen deutlich verbessern.

Beim Pressegespräch anlässlich „Ein Jahr neue Stadtregierung Gerasdorf“ zogen Bürgermeister Alexander Vojta und Vizebürgermeister Abg. Lukas Mandl eine Zwischenbilanz und lieferten einen Ausblick auf die kommende Arbeit. Außerdem konnten die beiden eine Lösung für die Verkehrsverbindungen zwischen den Gerasdorfer Stadtteilen präsentieren: Das IST-Mobil wird in Zukunft auch Gerasdorferinnen und Gerasdorfern zur Verfügung stehen.

Kindergarten Kapellerfeld

„Die Kinder sind die Zukunft. In unserer stark wachsenden Stadt wächst auch die Kinderzahl stetig. Das ist ein gutes Zeichen, stellt uns in der Stadtregierung aber auch vor große Herausforderungen. Um die Nachfrage nach Kindergartenplätzen decken zu könenn mussten wir in Kapellerfeld gleich zu Beginn der neuen Periode zwei weitere Kindergartengruppen errichten – und das kurz nach der Eröffnung der fünften und der sechsten Gruppe“, erklärte Vojta. Mandl freute sich: „Durch eine gute Zusammenarbeit mit den ausführenden Firmen, der Kindergartenleitung und den Eltern haben wir die Bauzeit gut hinter uns gebracht und können die neuen Gruppen bald eröffnen.

Generationendorf Gerasdorf

Ebenfalls für die Kinder wurde der erste Bau des geplanten Generationendorfs Gerasdorf – der neue Kindergarten Oberlisse – eröffnet. Es handelt sich dabei um den größten Kindergarten Niederösterreichs, „der aber an Behaglichkeit für die Kinder nichts zu wünschen übrig lässt“, wie Mandl betonte. „Bürgermeister Alexander Vojta arbeitet mit aller Kraft und detailgenau an der Umsetzung des Generationendorfs Gerasdorf, zu dem neben Einfamilienhäusern etwa auch das Maria Josefa Pflegeheim, betreutes Wohnen und junges Wohnen gehören werden. Wir freuen uns, unseren Bürgermeister bei diesem großartigen Projekt unterstützen zu dürfen“, so Mandl. Vojta erklärte: „Das Generationendorf liegt mir sehr am Herzen. Ich setze meine Kraft gerne ein, um es umzusetzen. Dass wir das Pflegeheim bekommen geht auf den Einsatz von Lukas Mandl zurück.“

Modernes Bürgerservice mit der Bezirkshauptmannschaft

Zu den Hauptanliegen der neuen Gerasdorfer Stadtregierung gehört eine moderne Verwaltung und damit ein modernes Bürgerservice. „Wir haben in der Stadtverwaltung eine mittlere Führungsebene mit vier Abteilungen eingezogen. Namentlich geht es um das Bauamt, das Bürgerservice, Personal und Finanzen sowie den Wirtschaftshof. In dieser Struktur arbeiten die Kolleginnen und Kollegen nun tagtäglich an den kommunalen Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger Gerasdorfs. Außerdem sind wir gerade dabei, den Elektronischen Akt auszurollen, der mehr Tempo und Verlässlichkeit bringen wird“, erklärte Mandl.

Vojta: „Angesichts der Verwaltungsreform haben wir mit vereinten Kräften die schnellste Bürgerbefragung in der Geschichte Gerasdorfs angesetzt.1 Woche Vorbereitung, für 3 Tage Abstimmung. Das war eine wichtige Unterstützung aus der Bevölkerung beim Bestreben, dem Bezirk Korneuburg zugeordnet zu werden. Wie bisher kaum ein Weg nach Klosterneuburg nötig war wird in Zukunft kaum ein Weg nach Korneuburg nötig sein. Denn Landeshauptmann Erwin Pröll hat zugestimmt, die Bezirkshauptmannschat-Außenstelle in Gerasdorf zu erhalten. Und wir werden es schaffen, die Außenstelle sogar an das Rathaus anzugliedern. Dadurch haben Bürgerinnen und Bürger nur noch einen Amtsweg, egal ob sie eine Dienstleistung von der Gemeinde oder von der Bezirkshauptmannschaft brauchen, oder von beiden.“

Gerasdorf bekommt das IST-Mobil

Ebenfalls mit der Zuordnung Gerasdorfs zum Bezirk Korneuburg hat die bevorstehende Einführung des IST-Mobil in Gerasdorf zu tun. Mandl ist „glücklich darüber, dass mein Kollege für den bisherigen Bezirk Korneuburg, Hermann Haller, Gerasdorf sofort als teilnehmende Gemeinde ins Spiel gebracht hat, und dass Verkehrslandesrat Karl Wilfing zugestimmt hat, die Förderung für dieses Projekt auf Gerasdorf auszudehnen.“

Konkret funktioniert das IST-Mobil so, dass Bürgerinnen und Bürger innerhalb von maximal 30 Minuten ein Fahrzeug zu einem von rund 50 Sammelpunkten im Stadtgebiet bestellen können. Wenn nur eine Person fährt, dann kostet die Fahrt bis zu fünf Kilometer Distanz 4 Euro, bis zu zehn Kilometer 8 Euro. Wenn mehr Leute eine Fahrt unternehmen, wird der Preis pro Person günstiger. Vojta erklärt: „Wir werden im nächsten Schritt die notwendigen Beschlüsse in den Gremien der Stadtgemeinde fassen. Wenn diese Beschlüsse planmäßig erfolgen können wir am 1. Juli mit dem IST-Mobil starten. Vor diesem Datum werden wir noch die Sammelpunkte in Gerasdorf definieren.“

Wie Vojta und Mandl betonen nimmt die Stadtregierung gerne Vorschläge für Sammelpunkte entgegen, wenngleich es sicher nicht möglich sei, jeden einzelnen Wunsch zu erfüllen.

Raumordnung und Ortsbilder

Ständig kümmere sich die Stadtregierung auch um die Erarbeitung des langfristigen Raumordnungskonzepts und die Verschönerung der Ortsbilder, mit Schwerpunkt auf Gerasdorf-Föhrenhain. Durch diesen Stadtteil führt die Brünnerstraße. In Sachen Raumordnung habe die Stadtgemeinde einen Raumplaner beauftragt, der die vielen Entwicklungspotentiale und die großen Wünsche aus der Bevölkerung sammelt und strukturiert, um die Verabschiedung eines langfristigen Raumordnungs-Konzepts im Lauf dieser Gemeinderatsperiode vorzubereiten. Vojta: „Die weitere Entwicklung Gerasdorfs soll Schritt für Schritt geplant werden.“

Mandl erklärt: „Gerasdorf braucht Wohnraum und saubere Betriebe. Gerasdorf braucht aber auch Erholungsräume und wird seine ländliche Aura erhalten. Die Lebensqualität steht im Mittelpunkt. Das alles unter einen Hut zu bringen ist nur durch ganzheitliche und behutsame Entwicklung möglich. Diese Entwicklung gestalten wir zusammen mit unserem Raumplaner.“