Information und Diskussion rund um die Sicherheit

v.l.n.r.: Gemeinderat Johann Schneider, JVP-Vertreter Jürgen Trimmel, Abgeordneter Lukas Mandl, ÖVP-Frauen Obfrau Doris Dulmovits, Gemeinderat Otto Körmer, Landespolizeidirektor Franz Prucher, Gerasdorf-Ortsparteiobfrau Irmtraud Tuder, Gemeinderat Robert Granzer, Gemeinderat Franz Ornik

„Mit Beginn der kalten Jahreszeit steigt erfahrungsgemäß die Zahl der Einbrüche. Es ist wichtig, jetzt wieder besonders an die Sicherheit zu denken“, so Abgeordneter Lukas Mandl. Er hatte den Polizeichef des Landes, Franz Prucher, eingeladen, in Gerasdorf Rede und Antwort zu stehen. Es wurde ein Abend mit viel Information und Diskussion.

Der oberste Polizist Niederösterreichs, Landespolizeidirektor Franz Prucher, besuchte Ende Oktober auf Einladung des Abgeordneten Lukas Mandl die Stadtgemeinde Gerasdorf, um über die Sicherheitslage zu sprechen und den Menschen Rede und Antwort zu stehen. „Wir haben in der Polizeiinspektion Gerasdorf ein tolles Team mit exzellenten Beamtinnen und Beamten. Wir haben viele aufmerksame Bürgerinnen und Bürger. Und wir haben volle Aufmerksamkeit seitens der Polizeiführung, wie der heutige Besuch beweist“, sagte Mandl zu Beginn der Veranstaltung im Volksbildungshaus Gerasdorf-Oberlisse.

Der Zeitpunkt zu Beginn der kalten Jahreszeit sei genau der richtige für die Veranstaltung, da diese Jahreszeit erfahrungsgemäß auch die Zeit sehr, in der die Zahl der Einbrüche ansteige, besonders in der Abenddämmerung, so Mandl.

Polizei in Gerasdorf

Der Polizeichef betonte in seinem Vortrag, dass die Polizeiinspektion Gerasdorf mit dem Wachstum der Stadtgemeinde mitgehalten habe und aufgestockt worden sei. Abgeordneter Mandl hatte sich dafür genauso wie Bürgermeister Alexander Vojta auch immer eingesetzt. Prucher erwähnte, dass Mandl als Gerasdorfer Abgeordneter immer wieder nachfrage, wie es um die Aufklärung des Banküberfalls in Seyring zu Jahresbeginn 2014 stehe. Der Polizeichef räumte ein, dass der Täter noch nicht gefasst sei, dass man aber alles Notwendige tue. Prucher hatte aber auch eine brandaktuelle Erfolgsmeldung nach Gerasdorf mitgebracht:

Für eine chilenische Einbrecherbande, die in vielen Teilen Europas ihr Unwesen getrieben hatte, war in Niederösterreich Endstation. 50 Einbrüche in Wien und Niederösterreich wurden durch diesen Polizeierfolg geklärt. Unmittelbar am Morgen nach der Abendveranstaltung in Gerasdorf wurde die breite Öffentlichkeit darüber informiert – verbunden mit der Bitte um sachdienliche Hinweise zur Ergreifung acht Verdächtiger, nach denen noch gefahndet wird.

Einbrüche sind Thema Nummer 1

Überhaupt sei für die Polizei in Niederösterreich die Einbruchskriminalität das größte und wichtigste zu bearbeitende Feld. Ein weit überwiegender Anteil der Einbrüche erfolge über die Terrassentür, erklärte Prucher. Niederösterreich fördere die Einrichtung von Alarmanlagen wie kein anderes Bundesland. Konkret können für ein Eigenheim bis zu 30 Prozent der Investitionskosten als Zuschuss seitens des Landes bezogen werden: für den Einbau einer Alarmanlage bis zu 1000 Euro und für den Einbau einer Videoüberwachung bis zu 1500 Euro. Details können telefonisch bei der Wohnbau-Hotline unter 02742 22133 erfragt werden.

Auch die meisten Fragen und Anregungen aus dem Publikum bezogen sich auf die Einbruchskriminalität. Prucher gab Auskunft zu den verschiedenen Themen: Mit rund 70 Gästen war die Veranstaltung gut besucht. Mandl moderierte die intensive Diskussion.

Lebensqualität an der Brünnerstraße

Zu einem weiteren wichtigen Thema ersuchte Gemeinderat Johann Schneider den Polizeichef um Unterstützung: Die gewerblichen Aktivitäten rund um die Brünnerstraße in Gerasdorf-Föhrenhain und Teilen Seyrings, die sich hauptsächlich um Autos und Auto-Ersatzteile drehen, sollten engmaschig kontrolliert und auf das Schärfste hinsichtlich des Gewerberechts, des Lärmschutzes und anderer gesetzlicher Bestimmungen kontrolliert werden. – Zu diesem Thema, zu dem Mandl, Schneider und ihr Team sowie auch andere politisch Verantwortliche in Gerasdorf immer wieder Überprüfungen erwirkt hatten, sagte Prucher weitere Unterstützung zu. 23.10.2014 zum Thema